Basaltkrater "Blauer Stein" in Kuchhausen

 

   


 

v.l.n.r. Auf dem Bild zu sehen sind: Wilhelm Bergmann, Gustav Schmidt, Ewald Griesenbach und Otto Bischoff

 

Kuchhausener Basalt an Hollands Küsten

 

Basalt gilt als druck-und verschleißfest, zwar schwer zu bearbeiten, aber nicht spröde. Deshalb waren die Steine, die man ab Ende des 19. Jahrhunderts aus dem Basaltstein bei Kuchhausen gewann, auch echte Allrounder. Sie fanden Verwendung als Gleisschotter, Pflastersteine für Straßen, bei der Uferbefestigung der Sieg- und als Mauerstein im Küstenschutz an Hollands Ufern. Zu den Inhabern der 1888 in Köln gegründeten Basalt AG, die im Kuchhausener Steinbruch  bis in die 1920er Jahre Basalt abbaute, gehören nämlich nicht nur rheinische Steinbruchbesitzer, sondern auch holländische Kaufleute. Ziel der Eigner war es, mit dem Basalt den steigenden Bedarf an Baustoffen für ein neues Verkehrsnetz im Siegtal und im Rheinland zu decken- und ihn für den Küsten- und Gewässerschutz zu nutzten. Bald war die Basalt AG ein wichtiger Arbeitgeber: zu Spitzenzeiten beschäftigte sie an Standorten im Rheinland, in Westfalen und Hessen rund 3.800 Mitarbeiter.

Nach Aufgabe des Steinbruchbetriebes verwandelte der Bürger- und Verschönerungsverein Leuscheider Land in den 1970er Jahren den "Basaltkrater Blauer Stein" in ein attraktives Ausflugsziel für Einheimische und Gäste .Aufgrund der imposanten Erscheinung seiner meterhohen Basalsäulenbündel erfolgte 1986 die Ausweisung als "Geschützter Landschaftsbestandteil". Über den nur 600m langen Rundweg erlebenSie ein Stück Erdgeschichte vor über 5 Millionen Jahren und werden mit fantastischen Aussicht über den Westerwald, bis hin zum Ederkopf, -wo bekanntlich Eder, Lahn und Sieg entspringen- belohnt.  

Dieses Landschaftsbild mit Siegerlandblick, wurde am 5.7.2015 um 5,30 Uhr von der Blockhütte am „Blauen Stein“ in Kuchhausen - beim Sonnenaufgang- erstellt

Das kleine, auf einer ovalen Fläche von nur etwa 100 Metern Länge vorkommende Basaltlager von Kuchhausen ist als isolierter Ausläuer des Basalt-Vulkanismus im Westerwald zu sehen. Im Moizan vor 5 bis 25 Millionen Jahren trat im Westerwald die Lava großflächig aus und bildete mehr oder weniger geschlossene Basaltdecken auf de alten Landoberfläche, während hier bei Kuchhausen Magma in einem Schlot durch das Grundgebirge brach. Die Lava ergoss sich kleinräumiger oder blieb in dem trichterförmigen Schlot stecken, wo sie zu den kantigen Säulen des Basalt erstarrte. Der Basalt bei Kuchhausen wurde von der Linzer Basalt AG bis in die 1920er Jahre abgebaut. Als "Geschützter Landschaftsbestandteil" übt der "Blaue Stein" heute eine große Faszination durch seine imposanten, wie gebündelt wirkenden meterhohen Basaltsäulen aus.       
 

Die Säulen der Erde

Blick zum Flugzeugmodellflugplatz Kuchhausen

 

 

 

 

Bombentrichter an der K 7
Bombentrichter an der K 7
Ehemalige geplante V 1 Abschußrampe an der K 7